Der Wein- und Ferienort in der Südpfalz

1. Workshop: Bauen, Leben & soziales Miteinander 9. August 2019 – Ergebnisse

Ergebnis des 1. Workshop: Bauen, Leben & soziales Miteinander

Fast 70 Bürgerinnen und Bürger kamen bei schwül-heißem Wetter gerade noch rechtzeitig in das neue Gemeindehaus, bevor Regen, Wind und Gewitter dankenswerter Weise für etwas Abkühlung sorgten. 

Unsere Moderation Frau Julia Kaiser von Stadtgespräch Kaiserslautern erklärte das Ziel des Abends. Es sollten so viele Ideen wie möglich genannt werden, die die Bürger zu den Themen „Bauen, Leben und soziales Miteinander“ verändern wollen oder sich wünschen.

Dann ging es auch schon los. Als erstes waren Stärken und Schwächen gefragt. Viele Punkte wurden gesammelt und es gab auch widersprüchliche Aussagen z.B. zu unserem Vereinsleben (viel und wenig Vereinsleben)

Zusammenfassung der Ergebnisse

Tischgruppe 1

Ortsteildenken überwinden und Engagement fördern (1)

Veranstaltung ortsteilübergreifender Feste, z.B. einer langen Tafel in der Schulstraße

Verbesserung der ortsinternen Kommunikation & IT (2)

  • E-Mail-Newsletter (oder zusätzlich dazu auf einem anderen Kanal) mit Aktivitäten von und für das Dorf einrichten, ggf. betreut durch Bürger.
  • Festivitäten (z.B. Brunnenfest) besser und auf mehr Kanälen kommunizieren.

Ortsbildprägende Bausubstanz erhalten (3)

  • Informationsveranstaltungen und Beratungen zu regionaltypischem Bauen und seiner Förderung.

Nachhaltige Dorferneuerung (4)

  • Über alternative Energieversorgungskonzepte besser informieren.
  • Rauchbildung und Heizabgase durch ein oder mehrere Blockheizkraftwerke verringern.

Öffentliche Räume gestalten (5)

  • Der Bolzplatz soll zu einem Multifunktionsplatz umgestaltet werden. Außerdem könnte dort ein Volleyballfeld eine Feuerstelle entstehen. Beide Maßnahmen müssen unter privater Beteiligung entstehen.

Tischgruppe 2

Verbesserung der ortsinternen Kommunikation & IT (2)

  • Kostenloses, flächendeckendes W-Lan im gesamten Ort. Möglicher Kümmerer: Gemeinderat.
  • Aufbau einer über das Internet organisierten Nachbarschaftshilfe und einer dazugehörigen Info-Plattform (unterstützt mit analoger Kommunikation), etwa via nebenan.de. Möglicher ist Kümmerer: Arbeitsgruppe.

Ortsbildprägende Bausubstanz erhalten (3)

  • Erstellung einer Gestaltungssatzung für das gesamte Dorf. Kümmerer: Gemeinderat.

Öffentliche Räume gestalten (5)

  • Gestaltung eines öffentlichen Platzes für Jugendliche. Gestaltungsvorschläge: Trinkwasserbrunnen, Slackline, Halfpipe, Trinkwasserbrunnen… Mögliche Kümmerer: Gemeinderat, Planungsbüro.
  • Ergänzende Umgestaltung des Boule-Platzes zu einem Treffpunkt. Mögliche Kümmerer: Planungsbüro.
  • Ergänzende, barrierearme Umgestaltung des Brunnenplatzes zum zentralen und für Feste nutzbaren Ortsplatz. Gestaltungsmerkmale: Sitzgelegenheiten, Wasserspiel, W-Lan-Hotspot. Mögliche Kümmerer: Planungsbüro.

Natur- und Freiräume entwickeln (6)

  • Erstellung eines Pflegeplans für die Ausgleichsfläche im Weißröckel, Gestaltung etwa als Bienenwiese. Möglicher Kümmerer: Gemeinderat.
  • Nutzung des Beratungs- und Förderprogrammes für bäuerliche Gärten von der VR-Bank-SÜW. Möglicher Kümmerer: Planungsbüro.
  • Etablierung eines Förderprogrammes für Streuobstwiesen im Ort (unter fachlicher Beratung), etwa u.a. durch die Pflanzung eines Obstbaumes für jedes Neugeborene. Mögliche Kümmerer: Planungsbüro, Gemeinderat.

Ruhe und Ordnung (7)

Appell an die Bürger zur Einhaltung der Lärmschutzverordnung. Mögliche Kümmerer: Bürger selbst.

Vereinsleben und Freizeitgestaltung fördern (8)

  • Reaktivierung des Sportvereins durch neue, aktive Bürger. Mögliche Kümmerer: Gemeinderat, Bürger selbst.

Neue Nutzungen in alten Mauern (9)

  • Umbau des alten Feuerwehrhauses zu einem Backhaus. Kümmerer: Bürger selbst.

Tischgruppe 3

Ortsteildenken überwinden und Engagement fördern (1)

  • Ausweisung eines Weinlehrpfades.
  • Neujahresempfang durch den Bürgermeister und Gemeinderat abhalten.

Verbesserung der ortsinternen Kommunikation & IT (2)

  • Schaffung eines Veranstaltungskalenders (digital wie analog).
  • Verbesserung der Breitbandanbindung im Ort.

Ortsbildprägende Bausubstanz erhalten (3)

  • Erstellung einer umfassenden und detaillierten Gestaltungssatzung für das gesamte Dorf.
  • Beratungsangebote für die Dorfsanierung privater Häuser in der Ortsmitte.

Natur- und Freiräume entwickeln (6)

  • Bessere regelmäßige Pflege der Grünflächen und Wege sowie der Grünstreifen.
  • Neugestaltung und Aufwertung des Brunnenplatzes am Erlenhof durch Entfernung der Fichten und des Wurzelwerkes sowie durch die Erneuerung der Sitzgelegenheiten.
  • Verbesserung der Straßenbeleuchtung durch schönere (wärmere) und effizientere LED-
  • Beleuchtung.
  • Instandhaltung, Beibehaltung und Ausbau des Kopfsteinpflasters als Kennzeichen der historischen Ortsmitte.

Vereinsleben und Freizeitgestaltung fördern (8)

  • Verbesserung des Freizeitangebotes für alle Dorfbewohner, etwa durch regelmäßige Stammtische, Kino-Veranstaltungen etc. Gründung eines Landfrauenvereins.

Neue Nutzungen in alten Mauern (9)

  • Sanierung des alten Feuerwehrhauses als Dorftreffpunkt mit Installation eines Dorf-Backofens zum gemeinschaftlichen Backen. Ggf. ergänzend Ankauf des danebenliegenden Gartens rechts des Feuerwehrhauses für ein ‚Sommercafé‘ als öffentlicher Treffpunkt.

Tischgruppe 4

Ortsteildenken überwinden und Engagement fördern (1)

  • Veranstaltung eines ortsteilübergreifenden Festes für die Dorfgemeinschaft, z.B. ein
  • Brunnenfest.
  • Bürger für die Umsetzung neuer Ideen gewinnen und begeistern, etwa durch konkrete und direkte Ansprache via. Flyern oder ehrenamtlicher „Verpflichtung“.
  • Begrüßungskultur für Neubürger entwickeln, etwa durch Informationsblätter, eine Imagebroschüre, Dorfpaten, jährliche Begrüßungstreffen (z.B. als Ergänzung des Silvesterumtrunks).

Verbesserung der ortsinternen Kommunikation & IT (2)

  • Verbesserung des Internetauftritts der Gemeinde, etwa durch ein System/Protokoll/Formular, das Bürgern erlaubt, Informationen selbst hinzuzufügen
  • Einrichtung eines E-Mail-Verteilers für aktuelle Informationen, Veranstaltungen, Hilfsgesuche etc.

Öffentliche Räume gestalten (5)

  • Verbesserung der Straßenbeleuchtung durch schönere (wärmere) und effizientere LED-Beleuchtung, Beseitigung dunkler Ecken.
  • Patenschaften für öffentliche Plätze vergeben.
  • Das Bürgerhaus als zentrale Plattform zum Austausch nutzen, etwa durch ein Dorftreff, Dorfcafé etc.

Die Brunnenplätze besser als Kommunikationsraum nutzen und dementsprechend gestalten.

Natur- und Freiräume entwickeln (6)

  • Gemeinsames Anlegen von Insektengärten und/oder gemeinschaftlich angelegten Gärten, etwa auf den Ausgleichsflächen. Alternativ dazu können für Bürger ohne eigene Gärten zur Pacht angeboten werden.

Tischgruppe 5

Ortsbildprägende Bausubstanz erhalten (3)

  • Haushalte sollen mittels persönlicher Beratung und/oder Info-Veranstaltungen über Zuschüsse zur Modernisierung informiert werden.

Öffentliche Räume gestalten (5)

  • Speisung der zahlreichen Brunnen des Ortes sollen ggf. auch mit Trinkwasser, um durchgängig zu laufen. Besagte Brunnen: Hatzelberg, Winzergasse, Falltor, Erlenhof.
  • Ergänzung und Erneuerung der Stadtmöblierung (insbesondere Mülleimer) an passenden Orten
  • Darüber hinaus regelmäßige Leerung.

Natur- und Freiräume entwickeln (6)

  • Bessere Beschattung de(r/s) Spielpla(e)tze(s) durch Bäume oder Sonnensegel.
  • Schaffung von Patenschaften für bestehende Grünanlagen.
  • Wiesen in Gemeindebesitz sollen insektenfreundlich bewirtschaftet werden.
  • Am Panoramaweg soll eine Grillhütte errichtet werden. Diese würde sich auch als Ort für ein Weinfest eignen.

Neue Nutzungen in alten Mauern (9)

  • Modernisierung des Gemeindehauses; insbesondere barrierearme Gestaltung um dort regelmäßige Seniorentreffs, Mittagessen, Kaffee-Veranstaltungen etc. abhalten zu können.

Verkehr, Versorgung, Infrastruktur (10)

  • Entlang der Schulstraße soll ein Gehweg angelegt werden.
  • Der Gehweg von der katholischen Kirche zum Altengarten soll erneuert werden.
  • Der ÖPNV soll durch einen Bürgerbus und/oder Mitfahrerbänke ergänzt werden.

Tischgruppe 6

Verbesserung der ortsinternen Kommunikation & IT (2)

Bessere/aktivere Werbung für die mobile Versorgung (Metzer- /Bäckerauto) damit diese weiter bestehen kann

  • Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit der Vereine, um auf ihre Angebote aufmerksam zu machen.

Öffentliche Räume gestalten (5)

  • Reaktivierung und bessere Ausstattung mit Möblierung der Brunnen (Im Spieß, Hauptstraße Ecke Schlemmergasse, Falltor/Winzergasse.
  • Allgemeine Verbesserung der Möblierung (insbesondere Bänke).

Natur- und Freiräume entwickeln (6)

  • Schaffung einer kleinen Alla-Hopp-Anlage in Richtung Boule-Platz.
  • Aufstellen von Hundekottütenspendern im Außenbereich.

Ruhe und Ordnung (7)

  • Eigentümer verwahrloster Grundstücke sollen direkt angesprochen werden.

Vereinsleben und Freizeitgestaltung fördern (8)

  • Im Gemeindehaus sollen Kaffee-Veranstaltungen abgehalten werden bzw. ein Dorfcafé
  • eingerichtet werden, das ehrenamtlich betrieben wird.

Neue Nutzungen in alten Mauern (9)

  • Das Gemeindehaus soll mit Hilfe der Bürger zum Ortsmittelpunkt ausgebaut werden.

Tischgruppe 7

Öffentliche Räume gestalten (5)

  • Verbesserung der Straßenbeleuchtung in ihrer Effizienz und Ästhetik durch neue Leuchtmittel und Leuchtträger.
  • Optische Aufwertung der Friedhöfe durch Begrünung und bauliche Maßnahmen.
  • Verbesserung der weihnachtlichen Gestaltung.
  • Schaffung eines Dorfplatzes bzw. Treffpunktes zwischen beiden Ortsteilen. Dieser soll (z.B. durch Anlage als „Amphitheater“) Platz bieten für Aufführungen des Kulturvereins/Theaters
  • sowie für Dorffeste zum Grillen genutzt werden können. Orts-Vorschlag: zwischen Kriegsgräberstätte und „Eckgarten mit Hühnern“.
  • Die Brunnenplätze sollen aufgewertet werden durch Bäume und (neue) Sitzgelegenheiten.

Natur- und Freiräume entwickeln (6)

  • Gestaltung der Eingänge beider Ortsteile mit Grüntoren oder anderen grünen
  • Gestaltungselementen.
  • Der Brühlgraben und der Entenweiher sollen als Grünzone gestaltet und aufgewertet werden.
  • Der Horbach soll renaturiert (d.h. an die Oberfläche gebracht) werden.
  • Die Wiesen im NSG sollen mit Pferden beweidet werden.

Neue Nutzungen in alten Mauern (9)

  • Das Haus am Lindenplatz soll erworben und abgerissen werden, um stattdessen den Lindenplatz zu vergrößern und mit Sitzgelegenheiten zu ergänzen.
  • Das alte Feuerwehrhaus soll renoviert werden. In Zukunft soll dort gebacken werden können und Brot und Wein verkauft werden. Dazu könnte auch das rechts angrenzende Grundstück hinzugekauft werden.
  • Das Dorfgemeinschaftshaus soll saniert werden, um in Zukunft als „Dorfmitte der kalten Monate“ zu fungieren. Dazu müssen die Fenster und Türen, Brandmeldeeinrichtung und Beleuchtung verbessert werden. Seine bisherige Nutzung soll erweitert werden (z.B. für Familienfeste, Hochzeiten etc.), dazu soll es akustisch verbessert und barrierearm gestaltet werden sowie der Parkplatz verbessert werden.

Wie geht es weiter? Im nächsten Workshop am 13. September geht es um „Verkehr und Infrastruktur“. Hierzu sind auch Polizei und Ordnungsamt eingeladen. Am 25. Oktober sind die Themen „Kultur, Freizeit und Tourismus an der Reihe und nachmittags am gleichen Tag die Kinder und Jugendlichen mit Ihrem Workshop. 

Außerdem gab es eine Vielzahl von weiteren Ideen, die per Mail zugegangen sind.

Meinen herzlichen Dank an alle Teilnehmer für Ihr Kommen und die vielen, vielen Ideen. Bitte kommen Sie auch zu dem nächsten Workshop. Da geht es auch um „Parken“, ein sehr spannendes Thema für unsere Gemeinde.

Klaus-Peter Gittler, Ortsbürgermeister

09. August 2019 im ehem. katholischem Pfarrheim

Einladung zum ersten Bürgerworkshop der Dorfmoderation

Die Auftaktveranstaltung zur Dorfmoderation in Gleiszellen-Gleishorbach war ein voller Erfolg! Über 60 Bürgerinnen und Bürger haben sich zur Teilnahme in den verschiedenen Bürgerworkshops eingetragen! Nach der vergangenen Einführungsveranstaltung beginnt nun die Werkstattphase der Dorfmoderation. Dabei werden die Bürgerinnen und Bürger zu verschiedenen Themen der Ortsentwicklung Ideen sammeln sowie Maßnahmen und Projektvorschläge für Gleiszellen-Gleishorbach entwickeln.

Die Bürgerinnen und Bürger sind örtliche Experten – sie kennen Ihre Heimat am besten und können mitbestimmen wie sich Gleiszellen-Gleishorbach in den nächsten Jahren entwickeln soll! Wir laden Sie daher ganz herzlich zum ersten Workshop der Dorfmoderation am

Freitag, 9. August 2019 um 19.00 Uhr

in das ehemalige Pfarrheim ein!

Innerhalb des ersten Bürgerworkshops wollen wir gemeinsam das Themenfeld „Bauen, Leben und soziales Miteinander“ besprechen und Ideen für die Weiterentwicklung der Gemeinde sammeln. Mögliche Inhalte sind die Gestaltung der öffentlichen Bereiche des Dorfes, seine typische Bausubstanz, die Innenentwicklung und die Vermeidung von Leerständen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem sozialen Miteinander im Ort, egal ob es alltägliche Belange oder gemeinsame Feste geht. Darüber hinaus wird bei Bedarf auch die Beratung bei privaten Modernisierungsmaßnahmen thematisiert oder spezielle Themen, wie beispielsweise die Schaffung seniorengerechter Wohnformen, besprochen.

Kommen Sie und nutzen Sie die Chance sich aktiv an der Weiterentwicklung unserer Heimat zu beteiligen! Dorferneuerung lebt vom Mitmachen! Wir hoffen auf Ihre Unterstützung und freuen uns, den Dorferneuerungsprozess in Gleiszellen-Gleishorbach mit Ihnen AKTIV zu gestalten!

Ansprechpartner für Fragen und Anregungen zur Dorferneuerung in Gleiszellen-Gleishorbach:

Planungsbüro stadtgespräch:  Ortsplanerin Julia Kaiser 0631 – 7500 4161

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