Gleiszellen-Gleishorbach

Der Wein- und Ferienort in der Südpfalz

Kultursommer des Landes RLP am 3. und 4. September 2022 – Impressionen

 

Eröffnung

East in a Nutshell – Stiftsweingut Frank Meyer

Station 1

Deutschland – Thomas Hänsel: Horch und Guck – aus dem Leben einer Stasiakte, Lesung

Das kleine Einmaleins des Anlegens einer Akte: Was wird dafür benötigt?
1. Eine Akte, die man nummerieren, benennen, füllen, sortieren, stapeln, stempeln und weiterreichen kann
2. Personal – möglichst resiliente Mitarbeiter mit guten Augen und Ohren und viel Zeit
3. Eine Zielperson (wer verdient es, soviel Aufmerksamkeit von Vater Staat zu erhalten)
4. Papier, Stifte, Locher, eine Schreibmaschine, Mikrofone, Aufzeichnungsgerät (soweit vorhanden)
5. Ein klares Feindbild und den Glauben an die Obrigkeit
6. Noch mehr Papier und Stifte und Geduld
7. Und schon kann‘ losgehen

Thomas Hänsel: Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Berlin mit dem Abschluss „Diplom-Puppenspieler“. Engagement am Puppentheater Chemnitz, Gründung des Hohnsteiner Puppenspielfestes mit jährlichen Engagements von Figurentheatern. 1987 Gründung des marotte Figurentheaters. Seit 1991 Leiter des marotte Figurentheaters, Regiearbeiten an verschiedenen Theatern.

Station 2

Tschechien – Nicolas Martin: Ein Bericht für eine Akademie von Franz Kafka, Schauspiel

Die Station Tschechien widmet sich einem Großen Sohn des Landes, Franz Kafka. In seiner Erzählung ‚Ein Bericht für eine Akademie‘ erfindet Kafka den Mensch gewordenen Affen Rotpeter, er referiert über seine Gefangennahme bis zu seiner endgültigen Assimilation. Der Schauspieler Nicolas Martin und der Regisseur Sascha Mey betrachten das Stück unter dem Aspekt aktueller Fluchtbewegungen und dem Versuch der Anpassung  in unsere Gesellschaft. Größer gedacht treibt das Stück sogar bis zur Entwicklung der künstlichen Intelligenz. Trotz seines Alters verliert der Stoff nicht an Aktualität und schafft bis heute atemberaubende Assoziationsräume.

Nicolas Martin: Nach Arbeiten u. a. am Rottstr 5 Theater in Bochum begann er 2015 sein Schauspielstudium an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg, welches er 2019 abschloss. Während des Studiums arbeitete er u. a. mit Astrid Meyerfeldt, Wulf Twiehaus, Anne Habermehl, Benedikt Haubrich und Christiane Pohle zusammen. Er war u. a. in der Inszenierung „‚Es ist nicht dort, es ist da‘ – Szenen von Eugène Ionesco“ in der Regie von Christian von Treskow zu sehen, die 2018 zum Festival SETKÁNÍ/ENCOUNTER in Brünn eingeladen und mit einem Marta-Award ausgezeichnet wurde. Mit dieser Produktion war er gemeinsam mit seinem Studienjahrgang auch beim Theatertreffen deutschsprachiger Schauspielstudierender 2018 in Graz vertreten. Sein erstes Engagement führte ihn in der Spielzeit  2019/20 an das Stadttheater Pforzheim. Dort war er in vielen Rollen zu sehen, unter anderem war er als Franz Huchel in dem Trafikanten. Inzwischen ist er freischaffender Schauspieler.

Station 3

Österreich – Hannelore Bähr: Über das Theater. Eine Schmähung! von Thomas Bernhard, Schauspiel

Kaiserin Elisabeth / Adolf Hitler -Mozart/ Falco- das Burgtheater/ der Salzburger Selbstmord Felsen
Was ist Österreich? Wo findet man die Ambivalenz Österreichs besser widergespiegelt als in der Literatur Thomas Bernhards, seiner die Hassliebe zum Theater, seinem Vaterland, zur Kunst. Ein Ausschnitt aus Thomas Bernhards der Theatermacher.

Hannelore Bähr: Geboren und aufgewachsen in Mannheim, nach dem Studium der Theaterwissenschaften in Erlangen/Nürnberg Schauspielen (und Hochdeutsch) in Hamburg gelernt, danach Festengagements in München und Stuttgart, seit 1997 Schauspielerin am Pfalztheater („faschd widder dahäm”), Dozentin für Schauspiel an der VHS, Sprecherin beim SWR und begeisterte Pilzsammlerin im Pfälzer Wald. 

Station 4

Slowakei – Lug Serious: Das Land in meinem Kopf, Rap

Der Binnenstaat Mitten in Europa  blickt auf eine über 100.000 -jährige  Geschichte seit der ersten nachweisbaren Besiedlung zurück. Ein Land welches so oft Spielball der Großmächte war, welches von so vielen anderen Völkern durchquert wurde, ein Land welches in die Kriege der Fremdherrschaft gezogen wurde, welches verschwand und wieder auftauchte. Was könnte uns ein solches Land erzählen? Diese Frage greift der Rapper Lug Serious auf und fasst die Geschichte in einer Person zusammen und bietet ihr eine Bühne. Was hat der Fels Slowakei in der Brandung Europa zu erzählen? In der Rapperformance sucht Lug Serious unter der Regie von Sascha Mey  nach Antworten.

Lug Serious: Lucas Mey wurde 1996 in Meiningen geboren. Er begann seine Karriere schon mit 14 Jahren indem er für die Stadt Meiningen den Titelsong zu Mission Olympic entwarf und performte. Er hatte mehrere Auftritte im ‚Neuen europäischen Kunstsalon Thüringen‘ , zu der Zeit noch unter dem Künstlernamen SMOK. Während dieses Lebensabschnittes war er am Staatstheater Meiningen in div. Jugendclubprojekten auf der Bühne zu sehen. Anschließend begann er eine Ausbildung am Theater Krefeld/Mönchengladbach  damals war er in mehreren Combos tätig. Mit 19 begann er als Lug serious an professionellen Rapbattles teilzunehmen für Plattformen wie Don’t let the label label you Berlin, Du & Deine lines, Berlin und Die Battle Rap Bundesliga, Düsseldorf.
Während der Coronakrise begann er an vielen eigenen Tracks zu arbeiten, es entstanden Lieder wie ‚Aus der Asche“ welche auf szenebekannten Plattformen supported wurden. Dieses Jahr erlangte er Bekanntheit durch seinen Auftritt bei Big Difference, Krefeld ‚Exfreund gegen Exfreundin‘ mit Klickzahlen über der Millionenmarke anschließend hatte er Auftritte bei der Kölner Plattform future of Battlerap.
Nun findet er zu seinen Wurzeln zurück und verbindet Rap mit Theater während des Kultursommers.

Station 5

Ukraine – Brigitte Urhausen: Lyrik von Lina Kostenko, in ukrainischer und deutscher Sprache, mit der Sprechstimme der ukrainischen Sopranistin Tetiana Miyus, Rezitation

Lina Kostenko ist die Gallionsfigur der ukrainischen AutorInnengeneration der 1960er Jahre und bis heute eine moralische Autorität der ukrainischen Kultur und Gesellschaft.

Russland – Brigitte Urhausen: Traktat über den Wohnraum von Michail Bulgakow, Schauspiel

Eine von Bulgakows Satiren auf den sowjetischen Alltag der Nachrevolutionszeit.

Brigitte Urhausen: Sie erhielt ihre Schauspielausbildung in Stuttgart an der staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst (1999-2003). Nach dem Studium hatte sie zunächst Gastengagements u.a. am Staatstheater Stuttgart, an den freien Kammerspielen Magdeburg und am Théâtre National du Luxemburg. Ab 2004 war sie fest am Pfalztheater Kaiserslautern engagiert. Seit 2009 ist sie freiberufliche Schauspielerin. Ihre Gastengagements führten sie bisher an das Deutsche Theater Berlin, an die Bregenzer Festspiele, an das Staatstheater Karlsruhe, an das Theater Trier, ans Pfalztheater Kaiserslautern, zu den Ruhrfestspielen Recklinghausen und immer wieder nach Luxemburg (Théâtre National, Théâtre des Capucins, Grand Théâtre, Théâtre d´Esch, Théâtre du Centaure). Seit 2011 ist sie in Luxemburg und in Deutschland auch zunehmend in Filmproduktionen zu sehen. Ihr Debüt gab sie in dem luxemburgischen Kinofilm „Doudege Wénkel“ von Christophe Wagner. Außerdem gehört sie ab sofort zum neuen SR-Tatort-Ermittlerteam. Neben ihrer Tätigkeit als Theater-, Film- und Fernsehschauspielerin wirkt sie außerdem regelmäßig in Hörspielproduktionen mit und spricht seit 2013 die Kommissarin Amélie Gentner im SR Radio-Tatort.

Tetiana Mijus: Sie studierte an der Staatlichen Musikakademie Kiew. Während des Studiums sang sie Adina („L’elisir d’amore“) und war mit dem Ensemble „Kiew Symphony Choir and Orchestra“ in den USA und Kanada zu Gast. 2013 gewann sie den 3. Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb „Ferruccio Tagliavini“ und war als Fiordiligi („Così fan tutte“) an der Grazer Kunstuniversität zu hören. Als Tatjana („Eugen Onegin“) debutierte sie am Stadttheater Gießen, und in dieser Partie war sie auch in Darmstadt zu Gast. Weitere Gastspiele führten sie als Xenia („Boris Godunow“) nach Amsterdam sowie als Eurydike und Marzelline („Fidelio“) zur styriarte.
2011/12 debutierte sie an der Oper Graz als Vierte Magd („Elektra“).

Station 6

Kasachstan – Marianne Lindt, Markus Löchner: Zwischen den Stühlen – Russlanddeutsche auf Identitätssuche, Lesung

Viele Russlanddeutsche haben einen Großteil ihres Lebens in Kasachstan verbracht. Marianne Lindt und Markus Löchner geben persönliche Einblicke und lesen aus den Büchern „100 Gramm Wodka“ von Fredy Gareis und „Ritas Leute“ von Ulla Lachauer. In ihren Büchern begeben sich die AutorInnen auf der Suche nach Ursprung und Identität auf eine Reise in den Osten. Ein kleiner Eindruck von altem, neuem und neu entstandenem Selbstverständnis.

Marianne Lindt: Sie wurde in Pforzheim geboren. Sie besuchte von 2008 – 2012 die Freiburger Schauspielschule und war anschließend als freischaffende Schauspielerin tätig.

Markus Löchner: Er wurde in Bad Säckingen am Hochrhein geboren. Seine Schauspielausbildung erhielt er an der Freiburger Schauspielschule. Seine Engagements führten ihn unter anderem ans Badische Staatstheater Karlsruhe, an die Bühnen der Stadt Koblenz sowie ans Landestheater –Coburg. Seit 1998 ist Markus Löchner festes Ensemble­mitglied am Theater Pforzheim. Markus Löchner arbeitet auch als Regisseur und übernahm am Theater Pforzheim in der Spielzeit 2017/18 die Leitung des „Mobilen Theaters“.

Station 7

China – Joanna Lissai: Mein Reich der Mitte, Eine akustische Performance

Das Reich der Mitte hat sich in seiner Geschichte immer bewegen müssen zwischen Tradition und Fortschritt, Großmacht und Besatzung, Erhalt und Wachstum. Kurz das Yin und Yang. 

Diesem Aspekt der chinesischen Philosophie nähern sich die Schauspielerin und Sängerin Joanna Lissai und der Regisseur Sascha Mey in der Performance ‚Mein Reich der Mitte‘, nur das sie sich der Zerrissenheit in einer Figur stellen. Mit Stilmitteln des chinesischen Theaters und Ausdrucksmitteln des europäischen formen sie eine  fremde aber dennoch vertraute Collage über das Menschsein.

Joanna Lissai: Die gebürtige Bonnerin Joanna Lissai schloss ihr Gesangsstudium 2013 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und 2016 an der Musik und Kunst Privatuniversität (MUK) der Stadt Wien ab. Während ihres Masterstudiums in Wien war sie bereits an den Bühnen Halle (Saale) als Gastsolistin im Bereich Musical engagiert und debütierte u. a. als Maria in „West Side Story“, als Wendy in „Peter Pan“ und Constance in „Die drei Musketiere“. 2019 absolvierte sie ihr zweites Masterstudium im Bereich Musical an der August Everding Akademie. Währenddessen wirkte sie parallel im Ensemble des Musicals „Fugger – Herz aus Gold“ am Staatstheater Augsburg mit und verkörperte das Käthchen im Schauspiel „Black Rider“ am Metropoltheater München. Seit der Spielzeit 2019/20 ist Joanna Lissai festes Mitglied im Schauspielensemble am Theater Pforzheim.

Station 8

Mongolei – Chantal Choquet: Fragmentarische Jurte, Installation mit Raumklang                

Die fragmentarische Jurte steht als Symbol für die Geschichte der Menschheit. Nicht nur in der Mongolei bis heute, auch bei uns im Rheingraben waren in der Eiszeit Jurten Lebensorte der Menschen.
Die Jurte als Symbol des Nomadentums, das auch heute noch praktiziert wird, um wirtschaftlich den Standart zu erreichen, den man sich für sein Leben wünscht.( Erntehelfer, Pflegekräfte)

Chantal Choquet: Sie hat von 1996 bis 1999 an der Universität Koblenz-Landau Kunst studiert. 2000 hat sie die Lehrertätigkeit aufgenommen und ist seit 2012 Lehrerin an der Horbach-Grundschule Gleiszellen-Gleishorbach

Station 9

Kanada – Laura Bratek, Holly Bratek: CANADEUX, Choreografie: Sebastian Eilers,             Laura Bartek und Holly Bratek, Musik: Regina Spektor – Après moi, Tanz

Kanada ist ein Einwanderungsland. Dank der dort gelebten Multikultur fühlen sich die Ankommenden hier schnell akzeptiert. Kann das einer der Gründe für die magische Anziehungskraft dieses Landes sein? Über die Sehnsucht nach Verbindung mit Anderen erzählt dieses kleine Pas de Deux des SETanztheater Nürnberg in zirzensischer Art und Weise. Denn nicht zuletzt ist Kanada wegen des dort beheimateten Cirque de Soleil weltweit auch eine der bedeutendsten Zentren des neuen Zirkus, des Cirque Nouveau.

Laura Bratek: Sie stammt aus Mannheim und hat ihr Studium zur Bühnentänzerin in 2020 am London Studio Centre absolviert. Seitdem arbeitete Sie mit dem SETanzheater Nürnberg in „Principal.BOLÉRO“ und in den Opern „AIDA“, „Der Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“, „Parsifal“ und „Die Fledermaus“ am Nationaltheater Mannheim. Dort war sie zuletzt zu sehen in „Das Floß der Medusa“. Außerdem tanzte Sie in verschiedenen Produktionen im Felina-Areal Mannheim und war in der letzten Ausgabe der „Let’s Dance Profichallenge“ als Tänzerin zu sehen.

Holly Bratek: Sie ist Artistin und Tänzerin aus Mannheim. Sie genießt ihre Ausbildung an der Staatlichen Artistenschule Berlin. Dort liegen ihre Schwerpunkte auf Kontorsion und Equilibristik. Vor ihrem Ausbildungsbeginn machte sie Leistungsturnen und Ballett seitdem sie 4 Jahre alt ist. Sie war auch als Schauspielerin im Nationaltheater Mannheim in zwei Produktionen zu sehen.

Station 10

USA – Chris Jarrett: „2 Slavic Dances“, Jazzpiano

Chris Jarrett lässt in seinen Stücken Jazz, Klassik, Avantgarde und Weltmusik auf atemberaubende Art und Weise verschmelzen. Vital und impulsiv ist sie, voller Brüche und Überraschungen und niemals so leicht einzuordnen in die üblichen Kategorien des Musikbetriebes.

Chris Jarrett: Seit vielen Jahren lebt der in den USA geborene Musiker und Komponist Chris Jarrett in Deutschland. In seinen Stücken lässt er Jazz, Klassik, Avantgarde und Weltmusik auf atemberaubende Art und Weise verschmelzen. Dafür wird er von Musikjournalisten auch schon mal als „Rebell“ gegen das Pianoestablishment bezeichnet. Vital und impulsiv ist sie, die Musik von Chris Jarrett, voller Brüche und Überraschungen und niemals so leicht einzuordnen in die üblichen Kategorien des Musikbetriebes. Frank Zappa etwa gilt ihm genauso als Vorbild wie die Meister des Barock oder der Moderne. Dementsprechend offen ist auch sein Repertoire, das von atonalen Miniaturen über Sonaten, Filmmusiken und Ballett bis hin zur Oper reicht.

Station 11

Frankreich – Brigitte Urhausen: Berauscht euch von Charles Baudelaire, Videoinstallation

Der Verfasser des berühmten Gedichtbandes „Les fleurs du mal“ („Die Blumen des Bösen“) hat sich auch intensiv mit dem Thema Wein auseinandergesetzt…

Station 12

Patchwork-Fahne – Peter Koppert: Blick nach Osten, Fotographie

Fotographische Dokumentation eines täglichen Blickes nach Osten mit kurzen Logbucheinträgen

Peter Koppert: 1959 geboren, lebt in Heuchelheim in der Pfalz. Nach Berufsausbildungen zum Bauzeichner, Krankenpfleger und Physiotherapeut widmet er sich seit 1982 in seiner künstlerischen Praxis der Fotographie. Seine fotographischen Arbeiten beschäftigen sich hauptsächlich mit Strukturen, Farben und Details, die im Alltag zu finden sind. Hauptberuflich arbeitet er als Physiotherapeut. Außerdem bietet er Freizeitangebote für Jugendliche und Erwachsene im Bereich der Natur-  und Wildnispädagogik an.

Künstlerische Leitung und Regie

Sascha Mey: 1987 in Salzwedel geboren, absolvierte zunächst eine Lehre als Kaufmann im Einzelhandel, bevor er 2007 Schauspieleleve und Regieassistent am Meininger Theater wurde. Im Meininger Kunsthaus entstanden zu der Zeit auch seine ersten Inszenierungen, von selbst geschriebenen Stücken (wie Chaostheorie und Die Ungeborenen) und Eve Enslers Die Vagina Monologe. Zudem hatte Sascha Mey die Leitung der Jugendgalerie Meiningen inne und stellte dort eigene Installationen aus. 2008 arbeitete er als Ausstattungs- und Regieassistent für eine private Filmfirma in Würzburg, ein Jahr später führte ihn eine weitere Assistenz für Musiktheater und Gastschauspiel nach Osnabrück. Von 2010 bis 2017 war Sascha Mey Regieassistent am Theater Krefeld und Mönchengladbach. Dort entstanden seine ersten Regiearbeiten, unter anderem norway.today und Wer hat Angst vor Virgina Woolf. Seit 2019 arbeitet er am Stadttheater Pforzheim. Dort entstanden Arbeiten wie Die Vermessung der Welt und der Trafikant um nur ein paar zu nennen. Letztere Arbeit verband ihn mit Jörg Brombacher mit dem er seither zusammenarbeitet. Andere Werke dieses Teams entstanden am jungen Theater in Göttingen und nun endlich bei dem Kultursommer in der Pfalz.

Choreographie

Sebastian Eilers: Er ist freischaffender Choreograf, Regisseur und Tänzer.
Nach seinem Studium des Bühnentanzes an der Musikhochschule Mannheim war er Tänzer in der Ballettcompagnie des Hessisches Staatstheater Wiesbaden unter der Leitung von Ben van Cauwenbergh, danach tanzte er am Südthüringischen Staatstheater Meiningen, am Opernhaus Halle/Saale und für Pavel Mikulastiks‘ Choreografisches Theater an der Oper Bonn, sowie für das Ulmer Theater unter der Ballettdirektion von Andris Plucis. Zudem wirkte er in zahlreichen freien Tanzprojekten mit.
Bereits 2003 entstanden erste eigene choreografische Arbeiten, bevor Eilers 2004 seinen Schaffensmittelpunkt nach Nürnberg verlegte. Dort gründete er das SETanztheater Nürnberg und produziert seitdem unter diesem Label zusammen mit regionalen und internationalen Tänzer*innen und Künstler*innen verschiedener Kunstdisziplinen abendfüllende, spartenübergreifende Stücke im Genre des Choreografischen Theaters. Die Vermittlung aktueller gesellschaftskritischer Inhalte ist Basis aller, inzwischen zahlreicher Arbeiten, in denen Eilers Figuren kreiert, Geschichten erzählt und häufig kanonische Stoffe in experimentelle Formen überführt. Dabei bedient er sich klassischer und zeitgenössischer, analoger und digitaler Mittel und ist stets daran interessiert, neue Zuschauer*innengruppen zu integrieren.

Bühne und Ausstattung

Jörg Brombacher, Bühne und Ausstattung: In Lörrach geboren, studierte zwischen 1985 und 1991 Kunst bei Franz Erhard Walther, Hermann Nitsch, Olaf Metzel und Joseph Kosuth an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Er erhält 1989 einen Lehrauftrag für Skulptur am Sydney College of Arts in Australien.  Seit 1991 ist er als freischaffender Künstler in Karlsruhe und in der südlichen Pfalz tätig und wohnhaft. Er ist Mitinitiator des Kunstraums IWKA Karlsruhe, der Kampagne 3000, den Ateliers Hinterm Hauptbahnhof Karlsruhe und des Neuen Kunstraums Karlsruhe in der zeitgenössischen Kunstszene.                

1993 erhält er ein Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg. 1997 ist er für seine Kunstprojekte mit dem Preis „PP-Qualitätszeichen“ in Basel ausgezeichnet worden. Er hat an Einzel- und Gruppenausstellungen im In- uns Ausland teilgenommen, unter anderem in Basel, Berlin, Darmstadt, Dortmund, Dresden, Essen, Hamburg, Karlsruhe, Kiel, Linz, Luxembourg, München, Perth, Salzburg, Stuttgart, Sydney und Wien.

Von 2002 bis 2005 ist er als Bühnenbildner und Grafiker am Theater der Stadt Heidelberg engagiert. 2005/06 übernimmt er die Ausstattungsleitung am Theater Halle 7 in München. 2008/09 ist Jörg Brombacher Bühnenbildner und Ausstattungs-leiter am Kammertheater Karlsruhe. Von 2009 bis 2017 ist er  Technischer Leiter und Ausstattungsleiter der Luisenburg Festspiele Wunsiedel. Seit der Spielzeit 2018/19 ist er Ausstattungsleiter am Theater Pforzheim. 2019 übernimmt er die Ausstattungsleitung und Technische Leitung bei den Eutinern Festspielen. Seine Arbeit als Bühnenbildner umfasst Engagements unter anderem am Theater Halle 7 in München, an der August Everding Akademie, dem Prinzregententheater München, an den Kammerspielen Karlsruhe, dem Pfalztheater Kaiserslautern, dem Theater Pforzheim, dem Schlosstheater Celle, dem Staatstheater Braunschweig, dem Landestheater Niederbayern Landshut-Passau-Straubing, dem Tiroler Landestheater Innsbruck, der Neuen Oper Wien, der Volksoper Wien, der Tafelhalle Nürnberg, den Tirolern Volksschauspiele Telfs, dem Théâtre d’Esch in Luxemburg, den Luisenburg Festspielen Wunsiedel und an den Eutinern Festspielen.

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Ankündigung

Die Nachbarländer im Osten stellen sich vor an 8 Stationen, verteilt in der Gemeinde.

Unter Mitwirkung bekannter KünstlerInnen aus der Region und der Horbach-Grundschule erleben die Zuschauer darstellerisch und musikalisch die verschiedenen Länder durch die der 49. Breitengrad Nord – auch kurpfälzischer Breitengrad genannt – Richtung Osten verläuft.

Auf Kleinst-Paletten-Bühnen, open air verbunden mit einem Rundgang entlang der Dionysius Kapelle, über den Muskatellerrundweg und durch Bergstraße und Winzergasse zurück, bietet die rund 2stündige Veranstaltung neben der künstlerischen Darbietung auch etwas für den Genuss:

  • Die geführten Touren beginnen mit Begrüßungssecco und ukrainischem Gebäck 
  • Die selbst gemalten Flaggen der Schulkinder sind an den Stationen angebracht
  • Speisen und Getränke im Weingut.

Die Aufführungen beginnen jeweils im Stiftsweingut Meyer, Winzergasse 4 in Gleiszellen. Von dort aus geht es zu den 8 Stationen: 

  • Samstag, den 3. September 2022 ab 13:00 Uhr
  • Sonntag, den 4. September 2022 ab  12:00 Uhr

Tickets:
erhältlich über www.suedlicheweinstrasse.de/buchbare-erlebnisse oder an der Tageskasse

Eintritt:

16,00 EUR pro Person / ermäßigt 13,00 EUR (inkl. ein Glas Secco mit ukrainischem Gebäck), für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre Eintritt frei.

Weitere Informationen zur der Veranstaltung

Die Generalprobe des Theaterspaziergangs für Einheimische zum halben Preis: Samstag, den 3. September um 10 Uhr  (8,00Euro). Start im Stiftsweingut Meyer.

Eine Veranstaltung der Kulturinitiative Gleiszellen-Gleishorbach
info@kulturinitiative-gleiszellen-gleishorbach.de

 

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